Der Ausbau des Heißwasserboilers …

Muss raus …

… oder dringend gesucht: Mr. Fantastic
Oft genug habe ich mir während der Arbeiten an der SeaRay schon gewünscht, ein Hobbit zu sein. Es ist einfach vieles so verdammt eng und ich komme an kaum etwas heran, ohne meinen ehemals astralen Leib zu verbiegen. Doch beim Ausbau des Heißwasserboilers – der fürchterlich aussieht – käme ich auch als Hobbit nicht weiter. Ich verwette meinen post-adonischen Hintern darauf, dass dieses Teil eingebaut wurde als entweder

a) noch kein Deck montiert
b) der Tank noch nicht eingebaut oder
c) der Steuerbordmotor noch nicht installiert

war. Es ist schlicht und ergreifend UNMÖGLICH, von vorne (Motorraum) an die hintere Halterung des Boilers zu kommen. UNMÖGLICH. Um die Halterung wenigstens mal zu sehen, musste ich mit dem Smartphone filmen (und Euch davon einen Screenshot machen). Nicht mal ein Foto funktioniert.

Da will ich ran!

Ich kann nicht das Smartphone hinter diese elende Kiste halten UND den Auslöser (oder auf den Bildschirm) drücken. Ich bekomme gerade mal einen Arm hinter das Ding. Wobei “hinter” auch schon wieder geprahlt ist. Ich kann blind von oben nach unten zur Halterung knipsen; doch da fokussiere ich alles, aber sicher nicht die Halterung. Also filmen und hoffen, bei einem Schwenk auch die Halterung zu erwischen. Immerhin, DAS hat funktioniert. Und jetzt komme ich nicht weiter und muss auf Mr. Fantastic hoffen. Doch während ich auf ihn warte kann ich Euch immerhin berichten, was ich heute geschafft habe …

Ersparen möchte ich Euch Bilder und zu viele Details vom Ausbau der Fäkalienpumpe und der -Schläuche. Man möchte so etwas nicht machen. Doch da eine neue Toilette an Bord soll, bleibt einem nichts anderes übrig, als auch solche Arbeiten tapfer zu erledigen. Alles, was mit dem alten Klo zu tun hatte, ist nun raus. Nur ein Tip dazu: Verwendet bei derartigen Tätigkeiten immer Wegwerf-Gummihandschuhe. Wirklich. Immer!

Batterielader

Auch erledigt ist der Ausbau des Batterieladers. Da hatte ich ebenfalls große Bedenken, wie ich da rankommen soll. Aber mit den Füßen im Motorraum, langen Armen und viel Gefühl in meinen zarten Fingern konnte ich das Teil abschrauben. Gesehen habe ich auch dabei nichts, aber die Schrauben ließen sich ertasten und relativ leicht lösen. Satte 10 kg bringt das Teil auf die Waage. Die SeaRay speckt also ordentlich ab. So schnell möchte ich mal 10 kg verlieren.

Kein Mr. Fantastic in Sicht – klar. Also Plan B, den ich noch nicht wirklich habe. Das Deck werde ich sicher nicht abbauen und auch der Benzintank bleibt, wo er ist. Vom Steuerbordmotor ganz zu schweigen. Also werde ich versuchen – nachdem ich das Wasser irgendwie raus bekommen habe – den Boiler so weit wie möglich aufzurichten, um dann mit einem elektrischen Fuchsschwanz von unten die Halterung abzusägen. Wenn ich mit dem Sägeblatt da hinreiche. Wenn nicht – eventuell eine manuelle Eisensäge mit langem Sägeblatt. Wenn alle Stricke reißen: Einen Winkelschleifer, eine Metallscheibe und dann Stück für Stück vom Kasten abflexen. Das wird ein Spaß …

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